Rennsteig at Home

… das war die Reaktion des Veranstalters auf die Corona-bedingt unausweichliche Absage des diesjährigen Rennsteiglaufes im Thüringer Wald.  „Lauft die Strecke privat Zuhause, schickt uns Fotos und einen glaubhaften Nachweis, wir schicken euch Urkunde und Finishershirt“. Diese Aufforderung ließen sich einige TuS-Läufer, zusammen mit Lauffreunden der VLG Eisenbach nicht zweimal sagen. Um auf die geforderten 73,9 km mit 1.509 Höhenmeter zu kommen wurde der Feldberg als adäquates Ziel gewählt. Start war in der Heimat – wie beim Original – bei Sonnenaufgang um 6:00 Uhr. Von Anfang an dabei: Armenio da Silva, Reiner Trost und Meinhard Rompel.  Nach lockerem Einlaufen über den Radweg R8 führte der Weg bei bestem Laufwetter ab Erbach in den Taunus. Mit Streckenführung über Schwickershausen – Dombachtal – Riedelbach – Finsternthal – Treisberg wurde kein Hügel ausgelassen. Erster Höhepunkt war der 34 m hohe Aussichtsturm auf dem Pferdskopf (662 mNN) mit phantastischem Fernblick. Das Weiltal wurde bei Brombach gekreuzt. Hier stieg u. a. Florian Machoczek mit ein, der sich die Marathondistanz vorgenommen hat. Über den Sandplacken erfolgte der finale Angriff auf den Feldberggipfel. Die Eisenbacher Lauffreunde hatten eine tolle Streckenversorgung organisiert, so dass die regelmäßige Energiezufuhr gesichert war. Für den Rückweg wurde die „Direttissima“ über Oberreifenberg, Seelenberg und Dombach gewählt. Unterwegs stießen u. a. noch Peter Zimmermann und Ralf Machoczek dazu, die sich 25 km bzw. die Halbmarathondistanz als Ziel gesetzt hatten. Während die auf 16 Läufer angewachsene Gruppe bis dahin zusammenblieb, entwickelte sich der Lauf auf den letzten Kilometern mit Tempoforcierung doch noch zu einem Ausscheidungsrennen. Unglaublich, was nach über 70 km bei Manchem noch ging. Härter als das Original - so war das Resümee nach über 76 km und knapp 1.700 Höhenmetern bei gelungenem Abschluss bei Lauffreund Frank Kremer mit Köstritzer Bier und Wildschweingrillwurst.

Start bei Sonnenaufgang

Im Dombachtal

Aussichtsturm - Pferdskopf

Gipfelfoto mit Abstand

 

Strecke mit Höhenprofil

TuS – Läufer beim 8. Mainova-Halbmarathon

Überall auf der Welt wurden in den letzten Tagen Großveranstaltungen abgesagt und es war fraglich, ob der 18. Mainova-Halbmarathon in Frankfurt überhaupt stattfinden würde. Der Veranstalter riet zur Vorsicht, überlies die persönliche Risikoentscheidung aber jedem Einzelnen. Eine vernünftige Entscheidung wie wir meinen, und so sahen das auch die 6.366 Finisher, darunter unsere TuS-Läufer Pascal Springer, Peter Zimmermann, Justino Da Costa und Meinhard Rompel. Gestartet wurde an der Commerzbank-Arena, bei optimalen Witterungsverhältnissen. Gegenüber den Vorjahren hatte der Veranstalter die Laufrichtung gewechselt, was von vielen Wiederholungstätern als angenehm empfunden wurde, weil der anfängliche Stau an einer Unterführung vermieden werden konnte. Gegen den Uhrzeigersinn ging es also zunächst auf der Isenburger Schneise in den Frankfurter Stadtwald, bevor leicht abschüssig über die Mörfelder Landstraße und Sachsenhausen der Main erreicht wurde. Am Mainufer entlang hieß es dann, gute 4 km gegen recht frischen Gegenwind anzukämpfen, vorbei an der Skyline von Frankfurt. In Niederrad knickte die Strecke wieder Richtung Süden ab und bei km 20 war schon der Kommentator im Zielbereich zu hören. Für Justino war es der erste Wettkampf in diesem Jahr. Sein hohes Anfangstempo zu Beginn konnte er im Verlauf nicht ganz halten, finishte aber trotzdem in sehr guten 1:28:08 h. Damit verpasste er als Vierter, in der mit 350 Startern stark besetzten AK M55 nur knapp einen Podestplatz. Meinhard Rompel legte für seine Verhältnisse ein forsches Anfangstempo vor, konnte dies über die Strecke aber sehr konstant halten. Er finishte hoch zufrieden in 1:31:53 h auf Platz 14 der AK M55. Pascal Springer hatte sich auf diesen Wettkampf sehr akribisch vorbereitet und das sollte sich lohnen. Trotz langer Verletzungspause konnte er gut durchziehen und verbesserte mit 1:34:35 seine persönliche Halbmarathon – Bestmarke gleich um mehrere Minuten. (Platz 144 von 728 in der AK M30). Nicht zuletzt lief auch Routinier Peter Zimmermann auf Platz 14 unter 59 Startern in der AK M65 und einer Zeit von 1:56:25 h sehr zufrieden über die stimmungsvolle Ziellinie in der Commerzbank-Arena. Im nächsten Jahr sofort wieder – so war die einhellige Meinung von allen Vieren!

Meinhard Rompel, Pascal Springer und Justino Da Costa im Zielbereich der Commerzbank-Arena, Peter Zimmermann stand zu diesem Zeitpunkt wohl beim Finisher-Bier :)

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