Corona-Micro-Underground-Triathlon

Der City-Triathlon in Frankfurt war Corona-bedingt schon früh abgesagt worden. Wohin mit der angestauten Energie? Kurzerhand wurde von den TuS-Läufern ein eigener kleiner Wettkampf ins Leben gerufen. „Micro“ war lediglich die Teilnehmerzahl mit nur 6 Startern. Die Strecken mit 1,0 km Schwimmen in der Lahn bei Dietkirchen,  knapp 40 km Rad mit 530 Höhenmetern in den Westerwald und abschließenden 10 km Laufen am Lahnufer zwischen Limburg und Dehrn bei sommerlichen Temperaturen waren durchaus ambitioniert. Streng eingehalten wurden die Corona-Abstandsregeln sowie die Sportordnung der DTU. So hieß es bei einer vermeintlichen Wassertemperatur von > 22 Grad: NEOPRENVERBOT! Den Schwimmzeiten tat das keinen Abbruch. Ralf Machoczek stieg bereits nach 20:31 min aus der Lahn, dicht dahinter Sebastian Wagner (Schachclub Königsflügel) und Meinhard Rompel. Den schnellsten Wechsel legte Meinhard hin, so dass er auf den ersten 500 m die Radstrecke anführte. Sebastian konnte dann aber seine Stärke auf dem Rad ausspielen und sich an die Spitze setzen, blieb für Meinhard aber lange Zeit in Sichtweite. Nach dem Wendepunkt in Fussingen konnte sich der Radspezialist Florian Stuhlmann (Schachclub Königsflügel) bis ganz nach vorne schieben. Mit nur 7 Sekunden Rückstand auf Sebastian erreichte er mit der besten Radzeit den 2. Wechsel am Dietkirchener Lahnufer. Mit knapp 4 Minuten Rückstand ging Meinhard als Dritter auf seine stärkste Disziplin, das Laufen. Für Sebastian reichte der kleine Vorsprung auf dem Rad nicht aus. Bei km 4 zog Meinhard an ihm vorbei. Florian war mit der schnellsten Laufzeit allerdings uneinholbar enteilt und finishte als Sieger in einer Gesamtzeit von 2:29.30 h. Meinhard folgte sehr zufrieden in 2:35.16 h als Zweiter und Sebastian belegte in 2:44.15 h den dritten Podestplatz. Mit etwas Abstand folgten in 2:53.58 h Leon Machoczek vor seinem Vater Ralf in 2:59.44 h. Beachtlich bei dieser Leistung ist hierbei, dass Beide die Radstrecke mit dem Mountainbike absolviert hatten. Der abschließende Platz 6 ging an das Staffelteam Werner Stuhlmann (Swim + Bike) und Julia Wagner (Run, …beide vom Schachclub) in einer Zeit von 3:05.44. Dank der freundlichen Helferinnen Sarah Rompel (Zeitnahme), Julia Wagner (Kampfrichterin – Swim), Julian Machoczek (Führungsfahrrad – Run), sowie einem fürsorglichen Supporter-Team für die Zielverpflegung war der Spaß an diesem tollen Triathlontag garantiert.

Teilnehmerfoto

Ralf Machoczek steigt als Erster aus der Lahn

Meinhard Rompel kurz vor dem 2. Wechsel

Leon Machoczek bei Laufkilometer 5

Julian Machoczek fährt das Führungsfahrrad

Siegerehrung

„Schindertrail  Extended“ - 123 km durch den Taunus

Bereits drei Mal haben TuS Läufer den 66 km –Schindertrail in Holzhausen an der Haide absolviert (siehe Laufberichte unter Leichtathletik / Lauftreff / 2018 und 2019).

In diesem Jahr fiel die offizielle Veranstaltung der Covid 19 – Pandemie zum Opfer. Trotzdem fanden sich eine wenige Trailer zusammen, um die Strecke privat und ohne Organisation zu absolvieren. Von der TuS war diesmal nur Meinhard Rompel am Start, zusammen mit Lauffreund Frank Kremer von der VLG-Eisenbach. Gegenüber der 66-er Strecke startete dieser Lauf in Lorch am Rhein, so dass in Summe 123 km mit 3.650 Höhenmetern zu bewältigen waren. Gestartet wurde freitagsabends um 18:00 Uhr. Der erste Teil der Strecke folgte dem bekannten Wispertalsteig von Lorch in Richtung Kemel. Bis dahin war die technisch sehr anspruchsvolle Strecke gut ausgeschildert. Ab der Wispertalquelle bei Mappershain wurde es bei einbrechender Dunkelheit dann abenteuerlich. Mit Stirnlampe und Outdoor-Navigation galt es den richtigen Weg durch unwegsames Gelände, über Waldwege mit umgestürzten Bäumen und teilweise dichtes Gestrüpp zu finden, so dass einige 100 Meter infolge Verlaufens zusätzlich dazu kamen. Ab Holzhausen a. d. H. ging es auf die bekannte 66-er Schindertrail-Strecke. Nach vielen Kilometern durch die Stille der sternenklaren Nacht wurde es Morgen im Jammertal und die Stirnlampe konnte in den Laufrucksack gepackt werden. Vom Aussichtspunkt „Jakobsruh“ oberhalb von Obernhof war der Blick auf Kloster Obernhof zu bewundern, über dem der Frühnebel aufstieg. Bis hierhin waren bereits 84 km geschafft. Immer wieder waren vom Organisator giftige Anstiege in die Strecke eingebaut, die aber mit herrlichen Ausblicken und anschließenden phantastischen Downhills belohnt wurden. So auch in Nassau, vom Fernsehturm abwärts zur Kettenbrücke an der Lahn und wieder hoch zur Burg. Der letzte Teil der Strecke führte durch das wildromantische Mühlental über Marienfels und Miehlen ins Ziel nach Holzhausen. Bei kontinuierlichem Anstieg und nachlassenden Kräften erforderte dieser letzte Abschnitt absolute Willenskraft bei allen Läufern.  Die Laufverpflegung musste privat organisiert werden, Trinkflaschen konnten an Friedhöfen, Quellen und durch private Supporter regelmäßig gefüllt werden. Nach 19 Stunden und 51 Minuten erreichten Meinhard Rompel und Frank Kremer das Ziel. Von ca. 30 Startern erreichten 17 Trailer das Ziel in Holzhausen. Nicht wenig stolz waren Meinhard und Frank daher über Platz 10 und 11. Die Zeit war allerdings nebensächlich, die große Herausforderung war geschafft.

Freitag 18 Uhr - km 0 - Start in Lorch am Rhein

23 Uhr 57 - km 42 - Wisperquelle

03 Uhr 45 - km 66 - Römerkastell - Holzhausen

06 Uhr 41 - km 84 - Blick vom Aussichtpunkt Jakobsruh auf Kloster Arnstein

08 Uhr 41 - km 97 - Kettenbrücke - Nassau

11 Uhr 18 - km 113 - Marienfels - Sauerbrunnen

13 Uhr 50 - km 122,7 - kurz vor dem Ziel in Holzhausen

13 Uhr 51 - km 123 - im Ziel

Rennsteig at Home

… das war die Reaktion des Veranstalters auf die Corona-bedingt unausweichliche Absage des diesjährigen Rennsteiglaufes im Thüringer Wald.  „Lauft die Strecke privat Zuhause, schickt uns Fotos und einen glaubhaften Nachweis, wir schicken euch Urkunde und Finishershirt“. Diese Aufforderung ließen sich einige TuS-Läufer, zusammen mit Lauffreunden der VLG Eisenbach nicht zweimal sagen. Um auf die geforderten 73,9 km mit 1.509 Höhenmeter zu kommen wurde der Feldberg als adäquates Ziel gewählt. Start war in der Heimat – wie beim Original – bei Sonnenaufgang um 6:00 Uhr. Von Anfang an dabei: Armenio da Silva, Reiner Trost und Meinhard Rompel.  Nach lockerem Einlaufen über den Radweg R8 führte der Weg bei bestem Laufwetter ab Erbach in den Taunus. Mit Streckenführung über Schwickershausen – Dombachtal – Riedelbach – Finsternthal – Treisberg wurde kein Hügel ausgelassen. Erster Höhepunkt war der 34 m hohe Aussichtsturm auf dem Pferdskopf (662 mNN) mit phantastischem Fernblick. Das Weiltal wurde bei Brombach gekreuzt. Hier stieg u. a. Florian Machoczek mit ein, der sich die Marathondistanz vorgenommen hat. Über den Sandplacken erfolgte der finale Angriff auf den Feldberggipfel. Die Eisenbacher Lauffreunde hatten eine tolle Streckenversorgung organisiert, so dass die regelmäßige Energiezufuhr gesichert war. Für den Rückweg wurde die „Direttissima“ über Oberreifenberg, Seelenberg und Dombach gewählt. Unterwegs stießen u. a. noch Peter Zimmermann und Ralf Machoczek dazu, die sich 25 km bzw. die Halbmarathondistanz als Ziel gesetzt hatten. Während die auf 16 Läufer angewachsene Gruppe bis dahin zusammenblieb, entwickelte sich der Lauf auf den letzten Kilometern mit Tempoforcierung doch noch zu einem Ausscheidungsrennen. Unglaublich, was nach über 70 km bei Manchem noch ging. Härter als das Original - so war das Resümee nach über 76 km und knapp 1.700 Höhenmetern bei gelungenem Abschluss bei Lauffreund Frank Kremer mit Köstritzer Bier und Wildschweingrillwurst.

Start bei Sonnenaufgang

Im Dombachtal

Aussichtsturm - Pferdskopf

Gipfelfoto mit Abstand

 

Strecke mit Höhenprofil

TuS – Läufer beim 8. Mainova-Halbmarathon

Überall auf der Welt wurden in den letzten Tagen Großveranstaltungen abgesagt und es war fraglich, ob der 18. Mainova-Halbmarathon in Frankfurt überhaupt stattfinden würde. Der Veranstalter riet zur Vorsicht, überlies die persönliche Risikoentscheidung aber jedem Einzelnen. Eine vernünftige Entscheidung wie wir meinen, und so sahen das auch die 6.366 Finisher, darunter unsere TuS-Läufer Pascal Springer, Peter Zimmermann, Justino Da Costa und Meinhard Rompel. Gestartet wurde an der Commerzbank-Arena, bei optimalen Witterungsverhältnissen. Gegenüber den Vorjahren hatte der Veranstalter die Laufrichtung gewechselt, was von vielen Wiederholungstätern als angenehm empfunden wurde, weil der anfängliche Stau an einer Unterführung vermieden werden konnte. Gegen den Uhrzeigersinn ging es also zunächst auf der Isenburger Schneise in den Frankfurter Stadtwald, bevor leicht abschüssig über die Mörfelder Landstraße und Sachsenhausen der Main erreicht wurde. Am Mainufer entlang hieß es dann, gute 4 km gegen recht frischen Gegenwind anzukämpfen, vorbei an der Skyline von Frankfurt. In Niederrad knickte die Strecke wieder Richtung Süden ab und bei km 20 war schon der Kommentator im Zielbereich zu hören. Für Justino war es der erste Wettkampf in diesem Jahr. Sein hohes Anfangstempo zu Beginn konnte er im Verlauf nicht ganz halten, finishte aber trotzdem in sehr guten 1:28:08 h. Damit verpasste er als Vierter, in der mit 350 Startern stark besetzten AK M55 nur knapp einen Podestplatz. Meinhard Rompel legte für seine Verhältnisse ein forsches Anfangstempo vor, konnte dies über die Strecke aber sehr konstant halten. Er finishte hoch zufrieden in 1:31:53 h auf Platz 14 der AK M55. Pascal Springer hatte sich auf diesen Wettkampf sehr akribisch vorbereitet und das sollte sich lohnen. Trotz langer Verletzungspause konnte er gut durchziehen und verbesserte mit 1:34:35 seine persönliche Halbmarathon – Bestmarke gleich um mehrere Minuten. (Platz 144 von 728 in der AK M30). Nicht zuletzt lief auch Routinier Peter Zimmermann auf Platz 14 unter 59 Startern in der AK M65 und einer Zeit von 1:56:25 h sehr zufrieden über die stimmungsvolle Ziellinie in der Commerzbank-Arena. Im nächsten Jahr sofort wieder – so war die einhellige Meinung von allen Vieren!

Meinhard Rompel, Pascal Springer und Justino Da Costa im Zielbereich der Commerzbank-Arena, Peter Zimmermann stand zu diesem Zeitpunkt wohl beim Finisher-Bier :)

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